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Schweizer Meisterschaften Mannschaften Geräteturnen Turnerinnen, 16./17. November 2024 Thun

Titel nach 36 Jahren zurück in Zürich!

Die Schweizer Meisterschaften Mannschaften Geräteturnen der Turnerinnen war geprägt von starken Leistungen und guter Stimmung der Zürcher-Fans. Zum ersten Mal seit 1988 ging der Meistertitel wieder an die Zürcherinnen. Auch das K6 Team gewinnt Gold.

In der zweiten Abteilung am Sonntagmorgen starteten die Turnerinnen der Kategorie 6. Das Ziel, nach dem vierten Rang im letzten Jahr: Podest! Die fünf Turnerinnen Lea Hodel, Nina Strassmann, Jael Rüdishüli (alle drei TV Effretikon), Jil Hintermann (Neue Sektion Winterthur) und Noana Borioni (TV Grüningen) startete an den Schaukelringen souverän, obwohl es alles andere als einfach war. Die Ringseile in Thun waren sehr lang und weich, den Rhythmus zu finden für alle schwierig. Mit dem Total von 38,100 Punkten setzten sie sich an die Spitze des Zwischenklassements. Nach dem gelungenen Start ging es an den Sprung, welcher ein Notentechnisch (Total 36,700) ein leichter Dämpfer war. Zürich rutschte auf den zweiten Rang. «Ich sagte mir es müssen alle Teams zuerst an den Sprung und nun kommen mit Reck und Boden zwei gute Zürcher Geräte» erklärte Hodel. Die Fans von Zürich feuerten die Turnerinnen während des gesamten Wettkampfes lautstark an. An den beiden letzten Geräten konnten sie noch einmal Höchstleistungen erbringen. Hervorzuheben ist der Boden, an welchem sie mit 38,200 die höchste Punktzahl an diesem Gerät erturnten. Nun hiess es für sie zittern und die dritte Abteilung abwarten.

In der dritten Abteilung startete das Team der höchsten Kategorie 7: Norina Imhoof, Nadine Gassmann (beide TV ZH-Altstetten), Ladina Kropf (TV Wädenswil), Gabriela Ruckstuhl und Lynn Furter (beide Neue Sektion Winterthur). Der Sprung zu Beginn glückte den Turnerinnen. Norina Imhoof zeigte stake Nerven, da die gesamte Halle für sie als letzte Springerin geklatscht hatte. Am Reck wuchsen die fünf Zürcherinnen über sich hinaus. Norina Imhoof erturnte gar die Maximalnote 10,0! Mit dem hohen Total von 38,700 übernahm Zürich im Zwischenklassement die Führung. Um die Spannung aufrechtzuerhalten, wurden ab jetzt keine Resultate mehr bekannt gegeben. Blieben noch der Boden und die Schaukelringe. Die Topleistungen hielten an, bis auf ein paar kleine Standfehler an den Ringen.

Gold K7

Gold und Titel fürs Team K7

 

Gold K6

Gold K6

 

Norina Imhoof am Reck

10,00 für Norina Imhoof am Reck

 

Erster Schweizer Meistertitel seit 1988
Die Stimmung bei den Zürcher-Fans war euphorisch und freudig und so begleiteten sie die Turnerinnen an die Rangverkündigung. Als erstes war die Kategorie 6 an der Reihe. Die Anspannung war auf der Tribüne und bei den Turnerinnen zu spüren, bis das erleichternde Ergebnis fiel: Platz 1 mit 0,325 Punkten Vorsprung auf das Team Bern und 1,500 Punkte auf das Team St. Gallen. An den Schaukelringen nahmen die Zürcherinnen ihrem Gegner Bern vier Zehntel ab und sicherten sich somit mit dem Startgerät den Erfolg.

Die Anspannung hielt noch weiter an. Das Team K7 rutschten zu einem Kreis zusammen, um auf das Ergebnis zu warten. Und ein weiteres Mal durfte Zürich jubeln: Rang 1 und somit der erste Schweizer Meister Titel seit 1988 für die Zürcher Turnerinnen. Und dies gar mit einem grossen Vorsprung von 1,175 Punkte auf das zweitplatzierten Team St.Gallen! «Es hat alles gepasst. Wir haben uns perfekt ergänzt. Unser Teamspirit und der grosse Fanclub haben uns zu Höchstleistungen getrieben», erklärte Ladina Kropf das Erfolgsrezept.

«Züri-Vieri»
Das Team der Kategorie Damen (Ü22) musste am Samstag in der ersten Abteilung das Wettkampfwochenende eröffnen. Dafür mussten sie früh aufstehen: Um 6:00 Uhr Frühstück nicht wirklich «K-Damen freundlich». Loredana Di Vito (TV ZH-Altstetten), Iara de Schoenmacker (Neue Sektion Winterthur), Nicole Mattli (TV Grüningen), Yvonne Kunz (TV Stäfa), Ellen Schmidt (Getu Oberwinterthur) gaben alles, um so früh bereit zu sein. An den Schaukelringen zeigten sie einen soliden Start, mussten aber auch ein Paar Korrektur Schritte bei den Landungen in Kauf nehmen. Weiter ging es am Sprung und so langsam erwachten auch die Zürcher-Fans. Am Reck und Boden zeige die Mannschaft, nochmals ihr Können. Mit einer Gesamtpunktzahl von 148,200 Punkten schlossen sie den Wettkampf ab. Nun hiess es bangen auf der Zuschauertribüne, was die Konkurrenz zeigt. Am Ende verpasste die Mannschaft das Podest um knappe 0,350 Punkten und wurden undankbare Vierte.

Team KD

Rang 4 Team KD

 

Team K5

Rang 4 Team K5

 

Loredana Di Vito

Loredana Di Vito mit dem besten
Mehrkampf im KD

 

Mehr Losglück bei der Startreihenfolge hatte das Team K5. Sie durften am Nachmittag, in der dritten Abteilung, starteten. Zoe Beaton, Nienke Kuipers, Nadine Angst (alle drei TV Grüningen), Sarah Ried (TV Effretikon) und Anina Widmer (Neue Sektion Winterthur) bildeten das Team. Da alle in diesem Jahr zum ersten Mal an Schweizer Meisterschaft starteten waren alle gespannt auf das Abschneiden des Teams. Die fünf begannen am Boden stark. Weiter ging es mit den Schaukelringen, welche Angewöhnung benötigten. Bei den letzten beiden Geräten überzeugten die Zürcher Turnerinnen noch einmal mit ihren Leistungen und vor allem mit einem guten Teamgeist. Am Ende durften sie sich über eine Gesamtpunktzahl von 148,150 Punkten und einen gewonnenen vierten Platz freuen.

Diese Schweizer Meisterschaften Mannschaften Geräteturnen Turnerinnen werden wir nicht so schnell vergessen. Zwei Mal Gold und zwei Mal Rang Vier kann sich mehr als sehen lassen. Das «Züri-Vieri» ist in der Architektur ein oft kunstvoll verziertes Sparrendreieck, eine Stützkonstruktion der Vordächer. Auch die zwei vierten Ränge der Zürcherinnen beweist wie gut abgestützt das Geräteturnen im Kanton Zürich ist. Alle Zürcher Mannschaften gehören zu den besten der Schweiz!

Text: Alexa Blaser / rr
Bilder: Stephan Strässle

Resultate

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